Herausforderungen für MRO-Shops: Komplexität, Inkompatibilität und fehlende Synergien
Ein international tätiger Hersteller von Antriebs- und Energiesystemen für die Luftfahrt stand vor der Herausforderung, seine MRO-Shops über mehrere Standorte hinweg effizienter, flexibler und zukunftssicher aufzustellen. Unterschiedliche Prozesse, Werkzeuge und Organisationsformen erschweren derzeit die standortübergreifende Zusammenarbeit, verhindern Synergien und führen zu unnötiger Komplexität.
Ziel des Projekts war es, eine einheitliche, aber anpassungsfähige Blaupause für DAT (Disassembly, Assembly und Test) Operationen zu entwickeln – mit dem Anspruch, Produktivität zu steigern, Fehler zu reduzieren und die Grundlage für zukünftige Investitionen zu schaffen.
Innovation Cell als methodischer Booster
Gemeinsam mit einem standortübergreifenden Team wurde eine Innovation Cell durchgeführt – ein strukturierter, kollaborativer und verhaltensorientierter Innovationsansatz, der auf fundierten Analysen, kreativer Konzeptentwicklung und systematischer Bewertung basiert. Die Vorgehensweise ermöglichte es, in acht Tagen tragfähige Lösungsansätze zu entwickeln und deren potenzielle Wirkung abzuschätzen.
Vier Stellhebel für zukünftige MRO Shops
Für einen hochflexiblen und effizienten MRO-Shop steht ein Blueprint im Fokus, der vier transformative Stellhebel bedient:
- Standardisierte Plattformarchitektur: Von der Shopfloor-Gestaltung bis zu Qualifikationsstufen – außen standardisiert, innen flexibel.
- Modulare Arbeitsplatzgestaltung: Reduktion von Komplexität und Erhöhung der Flexibilität durch cross-qualifizierte Teams und modulare Workstations.
- Digitale Lösungen: Gemeinsame Entwicklung und Anwendung digitaler Tools zur Prozessunterstützung und Fehlervermeidung.
- Vereinheitlichte Prozesse & Workflows: Konsistente Abläufe, vereinfachte Workflows und reduzierte Fehlerquellen über alle Standorte hinweg.
Dank der strukturierten Vorgehensweise nach dem Innovation Cell-Ansatz konnten konkrete, quantifizierte Lösungen entwickelt werden. Damit wird nicht nur die Zukunftsfähigkeit der MRO-Shops gesichert, sondern auch ein nachhaltiger Beitrag zur Gesamtperformance des Unternehmens geleistet.
Erwartete Wirkung – ein Blueprint für die Zukunft
Die vier entwickelten Systemkonzepte – Greenfield Entry, Greenfield Target, Brownfield Entry und Brownfield Target – bilden die Grundlage für eine schrittweise Umsetzung der Strategie eines trusted MRO. Dabei steht „trusted MRO“ für eine Organisation, die individuelle Kundenanforderungen zuverlässig erfüllt, dabei modernste Technologien nutzt und durch standardisierte Prozesse eine hohe Skalierbarkeit und Effizienz sicherstellt. Die entwickelten Konzepte zeigen bereits vielversprechendes Potenzial:
- Ca. 15% erwartete Produktivitätssteigerung für die Zielsysteme
- Reduzierte Fehlerquote und vereinfachte Abläufe durch konsistente Standards
- Erhöhte Flexibilität durch modulare und cross-qualifizierte Strukturen
Gemeinsam über Grenzen hinweg – ein Projekt, das verbindet
Ein herausragendes Merkmal dieses Projekts war die intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit über Standorte und Kulturen hinweg. Mitarbeitende aus Europa, Asien und Nordamerika haben ihre Expertise, Perspektiven und Erfahrungen eingebracht, um gemeinsam eine zukunftsweisende Lösung für die MRO-Organisation zu entwickeln. Die Innovation Cell wurde dabei nicht nur zum methodischen Rahmen, sondern auch zum Katalysator für echte Kollaboration. Durch den offenen Austausch, gegenseitiges Lernen und das gemeinsame Streben nach Exzellenz entstand ein starkes Netzwerk, das über das Projekt hinauswirkt. Diese Form der Zusammenarbeit zeigt eindrucksvoll, wie globale Teams durch gemeinsame Ziele und gegenseitige Wertschätzung außergewöhnliche Ergebnisse erzielen können.










