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Optimiertes Operating-Model für einen weltweit agierenden Motorenhersteller

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Klärung von Rollen, Schnittstellen und Ressourcenplanung zur Implementierung eines global konfigurierbaren Produkts

Herausforderung – warum Veränderung?

Unser Kunde verfügte über ein stark gewachsenes und intransparentes Motorenportfolio mit hoher Variantenvielfalt und geringer Wiederverwendung. Neue Kundenanforderungen wurden bislang stark expertenbasiert bearbeitet. Die Konfiguration neuer Produkte erfolgte nicht toolgestützt und datenbasiert. Klare Konfigurationsregeln sowie eine definierte Zusammenarbeit zwischen Produktmanagement und Engineering fehlten weitgehend.
Der Kunde hatte bereits ein neues Vorgehen als Grundlage für ein global konfigurierbares Produkt aufgesetzt. Dieses schaffte die technische Basis für mehr Transparenz und einen toolgestützten Ansatz, brachte jedoch zugleich neue Aufgaben und Schnittstellen mit sich, die vor allem zwischen Produktmanagement und Engineering organisatorisch noch nicht geklärt waren. Unsere Aufgabe bestand in der Bearbeitung der daraus entstehenden organisatorischen Fragestellungen. Dazu zählten insbesondere die Klärung von Workflows, Rollen, Verantwortlichkeiten, Schnittstellen und Übergaben für die neuen Aktivitäten sowie die Bewertung der Auswirkungen auf Ressourcenbedarf und Organisation.

Unser Ansatz

Unser Beraterteam analysierte den Status quo in Prozessen, Rollen und Zusammenarbeit und konkretisierten die relevanten Anwendungsfälle für den neuen Ansatz zum konfigurierbaren Produkt in Interviews und Workshops mit Produktmanagement und Engineering. Auf dieser Basis strukturierten wir die wesentlichen Aktivitäten entlang der zukünftigen Zusammenarbeit, definierten Rollen und Verantwortlichkeiten sowie zentrale Schnittstellen und Handoffs zwischen den Organisationseinheiten. Ergänzend entwickelten wir Governance- und Organisationsoptionen und quantifizierten den zusätzlichen Ressourcenbedarf mit einem T-Shirt-Sizing-Ansatz. Dabei wurde der zusätzliche Ressourcenbedarf von 2,88 FTE identifiziert und Optionen zum Resourcenauf- bzw. umbau entwickelt.

Auswirkungen und Vorteile

Das Projekt schuf ein belastbares Zielbild für das künftige Operating-Model des Produktkonfigurationsprozesses. Es brachte Klarheit über Rollen, Schnittstellen und Übergaben zwischen Produktmanagement und Engineering und verbesserte damit die organisatorische Grundlage für die Einführung des neuen Ansatzes. Gleichzeitig entstand eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Standardisierung, Harmonisierung und das gezielte Ausphasen einzelner Produkte oder Varianten.
Darüber hinaus machte die Analyse einen signifikanten zusätzlichen Ressourcenbedarf im Produktmanagement transparent. Auf dieser Basis entwickelten wir nicht nur eine belastbare Grundlage für die Ressourcenplanung, sondern auch ein Konzept, wie zusätzliche Rollen organisatorisch sinnvoll in der bestehenden Organisation verankert werden können. Das Management erhielt damit eine fundierte Entscheidungsgrundlage, um das Produktmanagement organisatorisch und inhaltlich zukunftsfähig für aufkommende Aufgaben aufzustellen.