Ein international tätiges Industrieunternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau sah sich mit steigenden Materialkosten und einer historisch gewachsenen Lieferantenlandschaft konfrontiert. Unterschiedliche Produktvarianten, begrenzte Kostentransparenz und fehlende Standards für Lieferantenwechsel erschwerten eine zielgerichtete Kostensteuerung. Ziel des Projekts war es, kurzfristig relevante Einsparpotenziale zu identifizieren und gleichzeitig einen nachhaltigen, wiederholbaren Ansatz zur Kostenoptimierung und Lieferantenbewertung zu etablieren.
Lösungsansatz
Gemeinsam mit dem Kunden wurde ein strukturierter, datenbasierter Ansatz entwickelt. Im ersten Schritt wurde eine kostenbewertete Stückliste (Costed BOM) aufgebaut, um Transparenz über Kostenstrukturen und Einsparpotenziale zu schaffen. Auf dieser Basis konnten relevante Komponenten identifiziert und priorisiert werden. Ergänzend wurde ein standardisierter Supplier-Transfer-Prozess definiert, der alle beteiligten Funktionen – von Einkauf über Engineering bis Qualität – integriert. Klare Entscheidungslogiken, definierte Meilensteine und ein digitales Tracking sorgten für Transparenz, Geschwindigkeit und Verbindlichkeit in der Umsetzung. Der Ansatz kombinierte methodische Klarheit mit enger Zusammenarbeit im Kundenteam und stellte sicher, dass Lösungen praxisnah und nachhaltig verankert wurden.
Ergebnis & Wirkung
Bereits innerhalb der ersten Projektphase wurden messbare wirtschaftliche Effekte erzielt. Auf Basis der kostenbewerteten Stücklisten konnten strukturierte Einsparpotenziale identifiziert und priorisiert werden. Erste Umsetzungen führten zu Materialkostensenkungen von durchschnittlich 8 %.
Parallel dazu wurden über 30 Einzelinitiativen in konkrete Umsetzungsprojekte überführt und entlang eines standardisierten Reifegradmodells gesteuert. Für einen Großteil dieser Projekte wurden Lieferantenentscheidungen vorbereitet oder bereits getroffen, wodurch die Basis für weitere Einsparungen in den Folgejahren geschaffen wurde.
Neben den quantifizierbaren Einsparungen zeigte sich ein deutlicher organisatorischer Mehrwert:
- 100 % Transparenz über Kostenstrukturen und Einsparpotenziale auf Komponentenebene durch Einführung einer Costed BOM
- Reduktion der Durchlaufzeit für Lieferantenentscheidungen um rund 30–40 % durch klare Entscheidungslogiken und standardisierte Abläufe
- Etablierung eines wiederholbaren Supplier-Transfer-Prozesses, der funktionsübergreifend genutzt wird und Skalierbarkeit ermöglicht
In Summe wurde nicht nur ein signifikanter finanzieller Effekt erzielt, sondern auch eine nachhaltige Struktur geschaffen, um Kostenoptimierung kontinuierlich, datenbasiert und organisationsweit umzusetzen.










