Historisch gewachsen, strategisch zu teuer
Ein international führender Anbieter von Sicherheitstechnologien stand nach einer organisatorischen Neuausrichtung vor einer strategischen Weichenstellung: Das globale F&E-Setup war historisch gewachsen – und inzwischen zu teuer, zu redundant und zu wenig flexibel. Drei Entwicklungsstandorte in Nordamerika, Europa und Asien führten zu doppelten Kompetenzen, hohem Abstimmungsaufwand und begrenzter Möglichkeit, Kapazitäten schnell zu verlagern oder klare Schwerpunkte zu setzen.
Ziel war eine Standortstrategie, die Kosten senkt, Innovationsfähigkeit sichert, den Zugang zu Talenten stärkt und Rollen im globalen Netzwerk eindeutig definiert.
Faktenbasierte Szenarien statt Standortdebatten
In der ersten Phase wurden die drei Standorte entlang zentraler Leistungs-, Kosten- und Risikotreiber analysiert und mit Benchmarks aus vergleichbaren Industrien gespiegelt. Darauf aufbauend entstanden mehrere Footprint-Szenarien, die anhand klarer qualitativer und quantitativer Kriterien bewertet wurden. Drei realistische Optionen wurden verdichtet und in Workshops so geschärft, dass das Management eine belastbare Entscheidungsgrundlage hatte.
Die Empfehlung: ein 2-Site-Setup mit Deutschland und Indien. Deutschland als steuernder Hub für Architektur, High-Tech-Kompetenzen und Governance. Indien als skalierbarer Standort mit hoher Kosteneffizienz und starkem Talentpool, insbesondere im Softwarebereich.
In der zweiten Projektphase wurde dieses Zielbild konkretisiert: Organisationszuschnitt, Verantwortlichkeiten und Governance wurden festgelegt und in einen Umsetzungsfahrplan überführt – inklusive Change- und Kommunikationselementen.
Das Ergebnis: 15 % Effizienz ohne Verlust an Innovationskraft
Die Konsolidierung von drei auf zwei Standorte ermöglicht Effizienzgewinne von bis zu 15 %, senkt die organisatorische Komplexität und macht das Setup robuster gegenüber Marktschwankungen. Durch klare Rollen zwischen Deutschland und Indien bleiben Schlüsselkompetenzen abgesichert, während Doppelarbeit und Reibungsverluste deutlich sinken. Ergebnis ist ein umsetzbarer Fahrplan, der die Neuaufstellung strukturiert startfähig macht.










